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mit großen Emotionen und herausragende Stimmen. Die einfühlsame Musik von Giuseppe Verdis "La traviata, mit dem berühmten Trinklied „Libiamo ne' lieti calici „ ein lebhaftes Duett mit Chor, das bei der Party in Paris gesungen wird, begeistert immer wieder.
Spiegel der Seelen und eine Todeskugel
Als Bühnenbild fasziniert ein riesengroßer zerbrochener Spiegel über dem Bodensee, dessen 86 Bruchstücke zum großen Teil beweglich sind und die Violettas Schicksal in beeindruckender Weise widerspiegeln. Champagner-Fontänen und ein Wasserballett, sowie eine große, bedrohliche schwarze Kugel, die „Todeskugel“, die kurz vor Ende der Oper in Zeitlupe aus dem zerbrochenen Spiegel heraustritt sind weitere Attraktionen dieser Operninzenierung.
Die betuchte Pariser Gesellschaft zwischen "Sein" und "Schein"
Julia Muzychenko, die die tuberkulosekranke Pariser Kurtisane Violetta verkörpert, ist die herausragende Sängerin des Abends und der darstellerische Fixpunkt. Sie singt mit großartigem Sopran und ist zwischen Todesfurcht und Hoffnung auf ein besseres Leben eine hinreißende Violetta, Sie ist der Mittelpunkt und die Außenseiterin zugleich in der oberflächliche Pariser Gesellschaft, wo in der glamouröse Zeit der 1920 er-Jahre nur Schönheit und Reichtum zählen. Alle verehren sie, doch niemand erkennt ihre Krankheit und Einsamkeit. Diese oberflächliche Pariser Gesellschaft, für die Schönheit, Reichtum und das Gutgekleidet sein das Wichtigste ist, wird auf der Seebühne von einem Wasserballer entsprechend in Szene gesetzt. Ob das Wasserballett allerdings diese gutgekleidete Pariser Gesellschaft überzeugend darstellen kann, liegt im Auge des Betrachters.
Violettas neue Hoffnung und tragisches Ende
Exzellent ist allerdings dagegen .Jose Simerilla Romero als Alfredo, der mit seinem warmen, kraftvollen Tenor und seiner Liebeserklärung an Violetta Gänsehautmomente auf die Bühne zaubert. Getragen von der großen Liebe zu Alfredo hofft Violetta wieder neu auf Heilung. Nicht minder eindrucksvoll gestaltet sich die Begegnung Violettas mit Alfredos Vater Giorgio Germont. Alfredos Vater drängt Violetta zur Trennung, da die Beziehung zwischen ihr und seinem Sohn den Ruf der Familie ruiniert. Violetta opfert auf Bitten von Alfredos Vater ihr Glück und verlässt ihren Geliebten scheinbar freiwillig. Monate später liegt die schwer kranke Violetta allein in ihrer Wohnung. Alfredo kehrt zu ihr zurück, nachdem sein Vater ihm die Wahrheit gestanden hat. Sie versöhnen sich, doch es ist zu spät: Violetta stirbt in Alfredos Armen.,.
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